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Experte im Nischenmarkt – Wie du durch klare Positionierung erfolgreich wirst

Positionierung und Nische herausfinden

Was ist ein Nischenmarkt?

Alle Menschen wünschen sich Gesundheit. Wenn du also einen „Gesund-Leben-Kurs“ verkaufst, bist du erst mal auf dem Massenmarkt. Jetzt kannst du dich entweder durch den günstigsten Preis oder (mindestens) ein Alleinstellungsmerkmal von deinen Mitbewerbern abheben. Die Preis-Option ist meist schwierig auf die Dauer zu halten und wenn du dir in der Zusammenarbeit Wertschätzung für dich und deine Angebote wünschst, definitiv nicht der richtige Weg.

Sobald sich deine Arbeit an eine spezielle Zielgruppe richtet bzw. ein ganz konkretes Problem thematisierte, spitzt sich deine Positionierung zu. Du bist dann in einem Nischenmarkt unterwegs. Wie bei einer Pyramide, befindest du dich dann nicht mehr in der breiten Basis unten, sondern im oberen Bereich, in der Spitze. Das heißt, es gibt weniger potenzielle Käufer, aber auch weniger Konkurrenz.

Positionierung & Wettbewerb

Wenn du bisher geglaubt hast, deine Arbeit wird sowieso untergehen, weil so viele dasselbe anbieten, sieh es einmal so: Dass es andere gibt, die dasselbe Angebot haben wie du, bedeutet gleichzeitig, dass es einen Bedarf dafür gibt. Wenn du dann noch deine Persönlichkeit zeigst und das Ganze auf deine eigene Weise umsetzt – nicht bloß kopierst, was schon da ist – wird es Menschen geben, die genau mit dir zusammenarbeiten wollen.

Wenn du es schaffst, in deinem Bereich als Autorität wahrgenommen zu werden, gibt es immer weniger Abwägen der Interessenten zwischen verschiedenen Optionen. Sie wollen mit dir als Expertin arbeiten, denn wer hat mehr Ahnung von dem Thema als du? Wer zu dir kommt, will das Beste und entsprechend höhere Preise kannst du auch aufrufen.

Angst vorm Nischenmarkt – Einschränkung oder Freiheit?

Viele Selbstständige scheuen sich davor, sich „spitz zu positionieren“, denn die Einschränkung der Zielgruppe fühlt sich erst einmal gefährlich an:

  • du sortierst damit bestimmte Menschen von vornherein aus
  • Nischen-Marketing wirkt langfristig, nicht sofort
  • die Zielgruppe hat höhere Erwartungen – manchen fürchten, diese nicht erfüllen zu können

Auf der anderen Seite hat diese Strategie viele Vorteile und hilft dir beispielswiese, deine Zielgruppe genauso anzusprechen, dass sie sich „gesehen fühlt“.

  • du bist fokussierter und klarer was dein eigenes Marketing und deine Angebote angeht
  • Menschen, die nicht wirklich zu dir passen, fragen gar nicht erst an
  • deine Marke wird gestärkt und schafft mehr Vertrauen und Loyalität
  • du kannst höhere Preise aufrufen
  • die Menschen suchen bewusst nach dir („magnetisches Marketing“ sozusagen)

Wie spitz sollte die Nische sein?

Wenn wir von Positionierung sprechen, hast du eine, sobald du etwas anbietest. Du kannst sozusagen nicht nicht positionieren.

Sobald du bewusst Einschränkungen machst, z. B. was deine Zielgruppe oder auch deine Arbeitsweise angeht, beginnst du, eine Nische zu entwickeln. Das ist ein andauernder Prozess und kein Fixpunkt. Es gibt keinen Wert, der dir sagt, wann die Nische eng genug ist.

Wichtig ist, dass deine Nische dir Fokus und Klarheit verschafft, du Expertise darin entwickeln kannst und dass sich eine bestimmte Zielgruppe angesprochen fühlt.

Mal angenommen, du möchtest nur mit Frauen arbeiten. Dann ist das in dieser Hinsicht keine allzu spitze Positionierung, aber es hilft dir, diese Zielgruppe mit Inhalten, Sprache und Design konkret abzuholen.

Außerdem kommt es natürlich darauf an, in welcher Branche du tätig bist. Expertise ist super, aber wenn der Kreis deiner potenziellen Kunden extrem klein ist, ist das Konzept wirtschaftlich nicht tragbar. Ein überspitzes Beispiel hierfür wäre ein Coaching „nur für hochsensible Ergotherapeutinnen kurz vor der Rente“.

Mein Rat zum Nischenmarkt für Gründer

Es ist vollkommen in Ordnung, sich nicht gleich zu Beginn der Selbstständigkeit auf eine Nische festzulegen. Gerade, wenn du deine eigenen Stärken noch kennenlernen musst oder testen willst, was du anders angehst, als deine Mitbewerber. Lies dazu gerne meinen Beitrag zum Journaling fürs Business. Gibt dir ruhig etwas Zeit, bevor du eine Nischen-Positionierung für dich erkundest.

Wenn du dich dann später auf einen Nischenmarkt festlegst, sollest du natürlich langfristig dabeibleiben. Es bringt nichts, jedes Jahr die Nische zu wechseln, damit verwirrst du die Außenwelt nur und schaffst es kaum an den Punkt, an dem man dich als Expertin für ein bestimmtes Thema sieht.

Wie wähle ich meine Nische?

Du bist nun bereit, eine Nische für dich zu definieren, doch wo fängst du an? Ich empfehle dir, erst einmal zu analysieren, mit wem du bisher schon gearbeitet hast. Welche Branchen waren vertreten? Waren es Solo-Selbstständige, KMU oder größere Unternehmen? Wie gewinnbringend war die Zusammenarbeit? Was hat dir gefallen, was nicht?

Ich habe z. B. für mich entschieden, dass ich lieber mit kleineren Unternehmen, vor allem Solo-Selbstständigen arbeiten möchte, weil ich kurze Entscheidungswege schätze. Projekte, in denen viele Menschen beteiligt sind, können sich schon mal in die Länge ziehen. Dafür ist das Budget bei größeren Firmen meist höher.

Notiere dir auch deine Stärken und Werte. Welche Eingrenzung klingt für dich spannend? Womit könntest du dich immer wieder gerne beschäftigen? Du weißt ja:

„Branding ist kreative Wiederholung.“

Wenn dich bis jetzt noch keine Nischenmärkte angesprochen haben oder du noch gründlicher forschen möchtest, bevor du dich festlegst: Recherchiere, welche Branchen stabil und finanziell besonders stark sind. Das gibt dir eine gewisse Sicherheit, die den meisten Unternehmerinnen wichtig ist. Beispiele wären Finanzen, Gesundheit, Lifestyle, Tiere und Freizeit. Wenn dich etwas davon anspricht, kannst du tiefer gehen und Unterkategorien heraussuchen.

Nun geht es darum sich festzulegen. Das fühlt sich – wie alles Neue – erst einmal ungewohnt an, aber das wird mit der Zeit vergehen. Du musst nach außen hin keine Branche benennen. Manchmal passt es besser, wenn du bestimmte Eigenschaften deiner Zielgruppe hervorhebst, z. B. „Karriereberatung für hochsensible Frauen“ oder „Coaching für Kreative“ oder einfach durch die Formulieren der Pain Points genau deine Nische ansprichst.

Wie erreiche ich meine Nische?

Sobald du deine Nische für dich definiert hast, geht es darum, sie nach außen zu kommunizieren. Überleg dir gut, welche Farben, Schriften, Bilder und Wordings zu deiner idealen Kundin passen. Auf deiner Webseite, direkt auf der Startseite in der ersten Überschrift, in deiner Instagram Bio und generell regelmäßig im Content Marketing. Sprich deine Zielgruppe direkt an, damit sie gleich weiß, hier bin ich richtig.

Schau auch mal, ob dein Leadmagnet und deine Angebote perfekt auf deine Wunschkundinnen zugeschnitten sind. Wenn du unsicher bist, kannst du über Umfragen herausfinden, was genau sich deine Zielgruppe wünscht.

Um nach und nach als Expertin für diese Nische wahrgenommen zu werden, stehen dir verschiedene Kanäle für mehr Sichtbarkeit zur Verfügung. Kannst du einen Impuls-Vortrag dazu halten oder einen Workshop geben? Wie wäre es mit einem Podcast-Interview oder einer Masterclass, die du auf YouTube hochlädst? Solche Referenzen kannst du wunderbar auf deiner Webseite platzieren. Viele nennen dieses Segment „Bekannt aus“ und verlinken dort die Logos ihrer Kooperationspartner.

Fazit Nischenmarkt

Eine Nische stärkt deine Personenmarke und die wird bei wachsendem Wettbewerb und dem anhaltenden KI-Hype umso wichtiger. Du musst aber nicht alles verleugnen, was du bisher gemacht und geschafft hast. Sprich offen über deinen Weg – die allerwenigsten haben einen geraden Karriereweg ohne Umwege. Und all deine Erfahrungen machen dich zu der Person, die du jetzt bist. Du kannst deine Nische sogar nebenher aufbauen, wenn du die Sicherheit deines bestehenden Geschäfts (noch) nicht aufgeben möchtest – beispielsweise mit einer separaten Webseite speziell für den gewählten Nischenmarkt oder einem extra Instagram-Account.

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