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USP finden als Coach

Wie man als Coach seinen USP findet

Deine Anleitung zur unverwechselbaren Positionierung

Du musst das Rad nicht neu erfinden, um als Coach deinen UPS (Unique Selling Point) zu finden. Er setzt sich wie ein Puzzle aus mehreren Elementen zusammen. Ich erkläre dir, wie du ihn in wenigen Schritten für dich definierst.

Schritt 1: Deine Geschichte

Warum bist du eigentlich Coach geworden? Häufig kommen auf diese Frage spannende Lebensläufe und Wendepunkte als Antwort. Manche haben beispielsweise lange in einem als sehr rational geltenden Beruf gearbeitet und dann eine komplette Wende vollzogen. Oder die Mutterschaft hat deine Sicht auf das Leben geändert. Du hast womöglich selbst lange mit einem Thema gekämpft und endlich einen Weg hinaus gefunden.

Nutze deine Geschichte, um dir klarzumachen, was dir wichtig ist und wie du mit deinen Coachees zusammenarbeitest.

  • Was hast du erlebt, warum du jetzt (diese Form von) Coaching anbietest?
  • Welche Stärken und Fähigkeiten bringst du mit?
  • Welche Ausbildungen hast du?

Schritt 2: Themen statt Tools

Viele Coaches haben eine laaaange Liste mit Fortbildungen. Darauf sind sie zu Recht stolz, doch wenn sie nur erzählen, welche Techniken sie anbieten, beispielsweise „NLP“ oder „Systemisches Coaching“, bleibt die Wirkung aus.

Diese Begriffe sagen vielen Menschen nicht so viel, wie Experten gerne annehmen. Außerdem sucht deine Klientin ja nicht NLP, weil sie das so gerne lernen möchte, als neues Hobby sozusagen. Sie hat ein konkretes Problem, das sie lösen möchte.

Vielleicht hindert sie ihr mangelndes Selbstwertgefühl am beruflichen Erfolg oder sie gerät immer wieder in toxische Beziehungen und will sich endlich aus diesem Muster befreien.

Wenn du dich auf 1-3 Probleme spezialisierst, wird dein Angebot direkt greifbarer für Interessenten. Frag dich also:

  • Bei welchen Themen kannst du gut unterstützen?
  • Warum bist du die Richtige dafür?
  • Was hat Michelle F. davon, genau mit dir zu arbeiten?

Schritt 3: Ein gesunder Vergleich

Schau dir deine Mitbewerber an. Sicher fällt dir etwas auf, was dir bei ihren Angeboten fehlt oder was du anders machen würdest. Sammele deine offenen Fragen und nutze diese Lücke bewusst, um dich abzuheben. Dabei musst du niemanden schlecht machen und schon gar keine Namen nennen. Betone einfach das, was dich und dein Angebot abhebt.

Schritt 4: Positionierung definieren

Mit den ersten drei Schritten hast du schon einiges zusammengetragen, was dich als Coach besonders macht. Um deine Positionierung jetzt klar zu definieren, beantworte für dich folgende Fragen:

  • Wer ist deine konkrete Zielgruppe, welche Nische will ich bedienen?
  • Wie sieht deine Arbeit aus, welche Methoden wendest du an? Im 1:1 oder in Gruppen?
  • Was ist das Ergebnis? Überleg dir ein paar konkrete Szenarien!

Ein Beispiel für eine Coaching USP

Vorher: „Ich biete ganzheitliches Coaching für Frauen an.“

– klingt abstrakt und austauschbar, klingt nach langwieriger Arbeit

Nachher: „Ich helfe hochsensiblen Frauen, ihre Grenzen zu achten, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, mit pragmatische Nervensystem-Regulation, für einen entspannteren Alltag.“

– klare Expertise, die sofort die Richtigen anspricht

So vermarktest du deinen USP

Branding ist kreative Wiederholung. Erzähle immer wieder, warum du wie arbeitest. Gerade im Coaching, wo sich die Klienten in der Regel sehr öffnen müssen, tut es gut, eine Verbindung zu dir aufzubauen. Dafür sind persönliche Einblicke hilfreich. Natürlich in einem gewissen Rahmen. Deine Kompetenz sollte weiterhin deutlich werden.

Beim Marketing kannst du gut von deinem Fokus-Thema ausgehen. Mal berichtest du auf Social Media oder in Blogartikeln darüber, warum du Tool XY dafür einsetzt, mal darüber, wieso du dich gerade auf dieses Thema spezialisiert hast. Mal erzählst du von der aktuellen Studienlage, mal teilst du den (anonymisierten) Leidensweg einer Klientin. So lernen die Menschen dich und deine Arbeit immer besser kennen. Sie sehen, dass du Expertin in diesem Bereich bist.

Übrigens, wenn du das Gefühl hast, allen helfen zu müssen, kannst du hier nachlesen, warum eine schärfere Positionierung hilfreich sein kann.

Wie Marketing auch ohne Druck und Lautstärke gelingt, erkläre ich hier.

Ausblick

Dein USP war bereits da, du durftest ihn nur noch als solchen erkennen und ab jetzt nach außen kommunizieren. Ein wichtiger Aspekt bei der richtigen Wirkung und Zielgruppen-Ansprache ist natürlich das Design.

Wenn du also tiefer gehen möchtest, Schreib mir eine Mail an hey@ellenherbstwueller.de oder buch dir direkt ein Kennenlerngespräch. Ich freue mich auf dich!

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